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Lebenslauf von Hertha Koenig
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Hertha Koenig kann mit Recht als eine westfälische Schriftstellerin gelten. Auf dem ostwestfälischen Gut Böckel bei Bieren - von ihrem Großvater 1874 für ihren Vater erworben -- wurde sie am 24. Januar 1884 geboren; und dort ist sie auch, hochbetagt, am 12. Oktober 1976 gestorben. Obwohl sie, seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr, fast dreißig Jahre in Süddeutschland - in München, in Oberbayern, teilweise auch in Freiburg i.Br. und Würzburg - gelebt hat, betrug ihre auf Gut Böckel verbrachte Lebenszeit fast das Doppelte: an die sechzig Jahre.
Ihre familiäre Herkunft allerdings wurzelte in weit entfernten Gegenden. Der Vater, Karl Koenig (1849-1929), entstammte einer deutsch-russischen Familie aus St. Petersburg, wohin der Urgroßvater, ein Bäckermeister aus Thüringen, zur Zeit der napoleonischen Kriege ausgewandert war; die Mutter Julie Koenig, geb. Helfferich (1851-1937), war eine Pfarrerstochter aus Schwäbisch-Hall. Und in diese beiden, so unterschiedlichen und auch räumlich entgegengesetzten Welten führen auch zwei ihrer insgesamt drei Romane, die Hertha Koenig neben einer Reihe von Gedichtbänden und Novellen veröffentlicht hat.
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