24.01.1884 |
Hertha Koenig wurde als erstes von zwei Kindern des Gutsbesitzers Carl Koenig und dessen Ehefrau Julie Koenig, geb. Helfferich, auf Gut Böckel geboren. |
ab 1898 |
Besuch der höheren Töchterschule in Bonn. |
ab 1901 |
Ausbildung zur Krankenschwester in Freiburg. |
1903 |
Tod des Großvaters Leopold Koenig (geb. 1821). |
1904 |
Reise mit der Mutter zu Verwandten nach Petersburg/Rußland. |
1905-1921 |
Zeitweiliger Wohnsitz in München und Gründung des "Literarischen Salons". |
1906 |
Bildungsreise mit der Mutter nach Italien. |
1910 |
Erstveröffentlichung des Gedichtbandes "Sonnenuhr", erschienen beim O. Beck-Verlag Müchen. |
1910-1913 |
Ehe mit dem Literaturwissenschaftler Prof. Roman Woerner und in Freiburg und München wohnhaft. |
1910 |
Erste Bekannschaft mit Rainer Maria Rilke bei einem Fest des Verlegers S. Fischer in Berlin. |
1913 |
Veröffentlichung des Romans "Emilie Reinbeck", erschienen beim S. Fischer-Verlag in Berlin. |
ab 1914 |
Krankenschwester im Diakonissenhaus in Freiburg. |
Mai 1914 |
Besuch im Pariser Atelier Picassos. |
1915 |
Kauf des Gemäldes "Les Saltimbanques" (1905) von Pablo Picasso in einer Münchner Galerie. |
1915 |
Erneute Begegnung mit Rilke und Beginn einer Freundschaft. |
14.06-11.10.1915 |
Rilke wohnt in ihrer Münchner Wohnung. |
1917 |
Veröffentlichung des Romans "Die kleine und die große Liebe", erschienen beim S. Fischer-Verlag in Berlin und dem Gedichtband "Sonette", erschienen beim Insel-Verlag in Leipzig. |
25.07-04.10.1917 |
Rilke ist Gast auf Gut Böckel. |
Januar 1918 |
Sie plant nach dem Vorbild des Grafen Baudissin zu Stolp in Pommern eine Hilfsaktion für Kriegsnotleidende auf Böckel. |
1918 |
Sie unterstützt die Münchener Schriftsteller Oskar Maria Graf und Alfred Schuler. |
1918 |
Finanzielle Zuwendung für ein sozialistisches Siedlungsprojekt nach dem Vorbild Gustav Landauers in Oberbayern. |
1918 |
Versorgung von Kriegsopfern auf Gut Böckel. |
1919 |
Veröffentlichung des Gedichtbandes "Blumen", erschienen beim Insel-Verlag in Leipzig. |
1920-1930 |
Kauf der Pschorr-Schwaige in Moosinning bei München. |
1920 |
Veröffentlichung der Novelle "Die Letzten", erschienen beim S. Fischer-Verlag in Berlin. |
1921-1931 |
Neuer Wohnsitz im Einödhof Aich bei Prutting im Chiemgau/Oberbayern. |
1923 |
Rilke veröffentlicht die "Duineser Elegien" und widmet die fünfte Hertha Koenig. |
ab 1923 |
Sie unterstützt das Siedlungsprojekt "Heimstätte" in Lehmbauweise von Gustav von Bodelschwingh in Bünde-Dünne. |
1925 |
Veröffentlichung des Gedichtbandes "Die alte Stadt", erschienen beim Kammerer-Verlag in Berlin. |
1927 |
Tod des Vaters Carl Koenig. |
1931 |
Verkauf des Picasso-Gemälde "Les Saltimbanques" an einen Oldenburger Kunsthändler, der es an die Nationalgalerie in Washington/USA weiterverkaufte. |
1937 |
Tod der Mutter Julie Koenig. |
1946 |
Veröffentlichung des Gedichtbandes "Alles ist Anfang geworden", erschienen beim Holzwarth-Verlag in Iserloh. |
ab 1946 |
Bekannschaft und Briefwechsel u.a. mit Max Picard, Carl Jacob Burckjardt und Martin Heidegger. |
1946 |
Herausgeberin von "Zwei Spiele" von Rainer Maria Rilke beim Holzwarth-Verlag in Iserloh. |
November 1952 |
Besuch des Bundespräsidenten Theodor Heuss auf Gut Böckel. |
1963 |
Veröffentlichung der Erzählung "Rilkes Mutter", erschienen im Neske-Verlag in Pfullingen. |
1964 |
Veröffentlichung des Romans "Der Fährtenschreiber von Libau", erschienen beim Neske-Verlag in Pfullingen. |
12.10.1976 |
Tod auf Gut Böckel. |
1976 |
Ihre Kunstsammlung geht an die Kunsthalle Bielefeld und ihre Bibliothek geht an die Stadtbibliothek Bielefeld. |
12.10-16.11.1986 |
Gedenkausstellung im Widukind-Museum Enger. |
1986 |
Übernahme des literarischen Nachlasses durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach. |
Oktober 1994 |
Gründung der Hertha Koenig-Gesellschaft auf Gut Böckel. |